Weil der Markt nicht unabhängig vom Angebotspreis reagiert. Der erste Preis beeinflusst, welche Interessenten sich melden, wie ernsthaft Anfragen sind und wie viel Spielraum später in der Verhandlung bleibt. Eine fundierte Wertermittlung ist deshalb keine Formalität, sondern die Grundlage für eine nachvollziehbare Preisstrategie.
Wird eine Immobilie zu hoch angesetzt, führt das oft zu vielen Klicks, aber zu wenig passenden Interessenten. Wird sie zu niedrig angesetzt, kann der Verkauf zwar schneller gehen, zugleich wird unter Umständen unnötig Wert verschenkt. Der Markt korrigiert beides meist irgendwann – aber nicht unbedingt zum Zeitpunkt des Verkaufs und in Ihrem Sinn.
Eine gute Wertermittlung bezieht deshalb nicht nur Vergleichspreise ein, sondern auch Zustand, Lage, Unterlagen, Nachfrage, Wohnfläche in m² und die Frage, wie sich der Preis gegenüber Käufern und finanzierenden Banken begründen lässt. Genau daraus entsteht ein Angebotspreis, der realistisch ist und zugleich den späteren Kauf planbarer macht.
Für Eigentümer ist das vor allem wirtschaftlich wichtig: Fehler bei der Preisfindung können schnell mehrere tausend € kosten oder den Verkaufsprozess unnötig verlängern. Eine saubere Wertermittlung hilft deshalb nicht nur beim Verkaufen, sondern auch dabei, dass Interessenten fundierter kaufen können.